Abstract
Das Projekt „Schulhausroman” ist ein seit 2005 bestehendes kollektives Schreibprojekt für Jugendliche der Sekundarstufe, denen im schulischen Kontext häufig geringe sprachliche Kompetenzen zugeschrieben werden. Schriftsteller*innen begleiten eine Schulklasse über mehrere Monate bei der Entwicklung eines gemeinsamen literarischen Textes. Dieser wird im Rahmen einer öffentlichen Lesung präsentiert. Ausgehend von langjährigen Praxiserfahrungen werden im Beitrag zentrale Bedingungen für das Gelingen beschrieben: eine sorgfältige institutionelle Vorbereitung, eine klare Rollenverteilung zwischen Schreibcoach und Lehrperson, eine kontinuierliche Begleitung durch die Projektleitung, die Anerkennung unterschiedlicher sprachlicher Ausdrucksformen und eine öffentliche Präsentation. Das Projekt ermöglicht Jugendlichen neue Erfahrungen mit Sprache, Autor*innenschaft und kultureller Teilhabe. Ziel des Projekts ist es, dass die Jugendlichen Handlungsfähigkeit im Bereich des Schreibens erleben. Und vielleicht auch, dass Lehrpersonen ihre Schüler*innen differenzierter wahrnehmen können.

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