Abstract
Digitale Plattformen prägen zunehmend Unterricht, Organisation und Kommunikation an Schulen. Damit entstehen neben praktischen Vorteilen auch langfristige Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern. Der Beitrag untersucht, inwiefern europäische und offene Alternativen die digitale Souveränität österreichischer Schulen stärken können. Dazu werden marktprägende Anwendungen souveränitätsorientierten Alternativen gegenübergestellt und fünf Expert*innen aus Schule und Hochschule interviewt. Die Ergebnisse zeigen, dass geeignete Alternativen vielfach vorhanden sind, ihr Einsatz jedoch wesentlich von organisationalen Rahmenbedingungen, Kompetenzen, Support und der Unterstützung durch die Schulleitung abhängt. Digitale Souveränität erweist sich damit weniger als Frage einzelner Produkte denn als Aufgabe strategischer Schulentwicklung und langfristiger Gestaltung digitaler Infrastruktur.

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