Abstract
Der Beitrag untersucht Herausforderungen und unterstützende Faktoren beim Draussenlernen auf der Sekundarstufe I aus Sicht von Lehrpersonen, Schulleitungen und Vertretenden von Umweltbildungsorganisationen. Grundlage bildet eine explorative qualitative Studie mit Interview- und Gruppendiskussionsdaten aus der Schweiz, Schweden und den USA. Die Ergebnisse zeigen, dass Draussenlernen weniger durch pädagogische Überzeugung als vielmehr durch strukturelle Bedingungen eingeschränkt wird. Als zentrale Herausforderungen werden organisatorische und zeitliche Hürden, Leistungsdruck, fehlende Unterstützung im Kollegium sowie der erhöhte Arbeitsaufwand für Lehrpersonen genannt. Unterstützend wirken insbesondere Rückhalt durch die Schulleitung, kollegiale Zusammenarbeit, geeignete Zeitgefässe sowie Weiterbildungen und Materialien. Damit wird deutlich, dass nachhaltiges Draussenlernen kein Projekt einer Einzellehrperson ist, sondern als Schulentwicklungsaufgabe verstanden werden muss.

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International.
Copyright (c) 2026 #schuleverantworten

