Abstract
Grüne Chemie bietet Antworten auf zentrale Herausforderungen der Gegenwart wie Ressourcenknappheit, Abfallvermeidung und die Reduktion chemischer Gefährdungspotenziale. Basierend auf den zwölf Prinzipien der Grünen Chemie eröffnet sie neue Kontexte für den Chemieunterricht und ermöglicht die Verbindung fachlicher Basiskonzepte mit Nachhaltigkeitsfragen. Die Integration Grüner Chemie erfordert jedoch nicht nur neue Inhalte, sondern auch ein verändertes Rollenverständnis von Lehrpersonen: Chemieunterricht bewegt sich zwischen Fachwissen und Futures Literacy. Lehrpersonen werden zu Ermöglicher*innen transformativer Lernprozesse, die offene Reflexion, Zielkonflikte und Zukunftsfragen ermöglichen. Anhand praxisnaher Beispiele zu Kunststoffen, nachhaltigen Reinigungsmitteln und Batterietechnologien wird gezeigt, wie Grüne Chemie zukunftsorientierten Unterricht stärken und Lernende zu kritischem Denken, Bewertung und Mitgestaltung nachhaltiger Zukünfte befähigen kann.

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