Abstract
Generative KI-Systeme verändern die Bedingungen schulischer Führung, etwa durch Entscheidungsvorlagen für Bewertungen. Das betrifft Autonomie und Quelle der Anforderungen und wirkt sich direkt auf die motivationale Orientierung und Kreativität der Führungskraft aus. Das AI-Sandwich-Modell (Freeman, 2026) bietet einen Rahmen, um KI kreativ und zugleich verantwortungsvoll einzusetzen. Menschliche Aufsicht reicht nicht aus, um algorithmische Fehler oder Verzerrungen zu korrigieren, wenn kognitiven Ankereffekte nicht aktiv adressiert werden. Das AI Sandwich kann genau hier ansetzen, indem es reflexive Barrieren institutionalisiert. Der Beitrag entfaltet das Modell theoretisch unter Rückgriff auf die Selbstbestimmungstheorie (Ryan & Deci 2000), die Forschung zu Ambiguitätstoleranz (Budner 1962, 29) und verantwortungsethische Überlegungen (Jonas 1979). Ziel ist die Bereitstellung eines kategorialen Instruments für Schulleitungen, die KI als Resonanzraum kreativer Führung begreifen.

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